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Meine Rede zur Eröffnung des 21. KulturSommers am Kanal

Sehr geehrter Herr Präsident Schlie, 
sehr geehrte Frau Kliesch, 
liebe Künstlerinnen und Künstler, 
liebe Gäste des KulturSommers am Kanal, 

herzlichen Dank für die Einladung hier nach Siebeneichen. Es ist mir eine große Freude, heute gemeinsam mit Ihnen den 21. KulturSommer am Kanal zu eröffnen.  

Deutschland bezeichnet sich im Hinblick auf Kunst und Kultur schon seit Jahrhunderten als „Das Land der Dichter und Denker“. Was wir heute als positive Zuschreibung empfinden, war in der Vergangenheit eher spöttisch gemeint: Die Deutschen zerdenken und besprechen ihre Probleme lieber, als tatsächlich etwas an der Situation zu ändern.  

Seit der Erfindung des Handtuchs hat sich diese historische Wahrnehmung der zögerlichen Deutschen aber zumindest an den Stränden Italiens und Spaniens geändert. 

Umso mehr freut es mich, dass das Herzogtum Lauenburg nicht nur redet, sondern mit dem KulturSommer auch anpackt. Hier zeigt sich, was unseren Kreis so besonders macht: Engagement, Gemeinschaft und die Bereitschaft vieler Menschen, Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern selbst zu gestalten. 

Ob Akkordeon als Instrument des Jahres, schwedisches Folkmusical, KinderKunst am Kanal oder der traditionelle Kunsthandwerkermarkt: Diese Vielfalt zeigt, dass Kultur bei uns im Herzogtum nicht irgendwo stattfindet, sondern mitten unter uns. Denn ohne Menschen als Empfänger lässt sich keine Kultur schaffen und ist etwas zutiefst persönliches.  

Wenn ich meine KI passend zur Fußball-WM Frage, wie sie den für mich kulturrelevanten Spruch von Lukas Podolski einordnet: „Fußball ist wie Schach nur ohne Würfel“ – bekomme ich die Antwort: „Das ist ein Satz, über den man erst einmal nachdenken muss.“ 

Manches muss man erleben, fühlen und gemeinsam genießen. Genau darum geht es beim KulturSommer am Kanal: Menschen zusammenbringen, Neues ausprobieren und auch einmal überrascht werden. 

Mein herzlicher Dank gilt der Stiftung Herzogtum Lauenburg, allen Organisatorinnen und Organisatoren, den Ehrenamtlichen und natürlich allen Künstlerinnen und Künstlern, die dieses Programm möglich machen. 

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren 21. KulturSommer am Kanal, viele inspirierende Begegnungen und dem Herzogtum Lauenburg weiterhin alles Gute zum 150. Geburtstag. 

Vielen Dank und vielleicht genießt der ein oder andere Erwachsene mit mir gleich auch etwas Braukultur.