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Rede zum zehnjährigen Jubiläum von "Gemeinsam für Willingshusen"

Lieber Klaus, lieber Klaus-Peter,

liebe Willinghusenerinnen und Willinghusener, liebe Mitglieder und Freunde von „Gemeinsam für Willinghusen“; zehn Jahre „Gemeinsam für Willinghusen“ – dazu gratuliere ich euch ganz herzlich.

Ein solches Jubiläum ist natürlich ein guter Anlass, zurückzublicken. Man kann aber auch einmal eine andere Frage stellen: Wie würde Willinghusen heute eigentlich aussehen, wenn es „Gemeinsam für Willinghusen“ nicht gäbe?

Ich glaube: vor allem deutlich ruhiger.

Dann gäbe es keinen monatlichen Klönschnack in der Rhabarberkate, keine Wohnzimmerkonzerte und keinen Garagen-Flohmarkt. Und bei der „Sauberen Feldmark“ müssten wir wohl darauf hoffen, dass der Müll irgendwann von selbst ein schlechtes Gewissen bekommt.

Kurz gesagt: Willinghusen wäre natürlich noch derselbe Ort – aber es würde ziemlich viel von dem fehlen, was diesen Ort heute lebendig macht.

Denn genau das schafft ihr seit zehn Jahren immer wieder: Gelegenheiten, bei denen Menschen zusammenkommen. Jung und Alt. Alteingesessene und diejenigen, die gerade erst nach Willinghusen gezogen sind. Menschen, die sich sonst vielleicht nur vom Vorbeifahren kennen würden.

Dafür braucht es Treffpunkte. Früher war das Willinghus ein solcher Ort, heute ist es die Rhabarberkate. Aber am Ende sind es nicht die Gebäude, die den Unterschied machen. Es sind die Menschen, die sie mit Leben füllen. Menschen, die eine Idee haben. Die organisieren. Die mit anpacken. Die dafür sorgen, dass die Tür aufgeht – und am Ende wahrscheinlich auch noch die Stühle wieder wegräumen.

Denn das gehört zum Ehrenamt eben auch dazu: Jede gute Veranstaltung beginnt mit einer schönen Idee – und endet mit Aufräumen. Und trotzdem macht ihr weiter. Zum Glück.

Denn Gemeinschaft entsteht nicht von allein. Sie entsteht beim Gespräch am Tisch, beim gemeinsamen Feiern, beim Helfen, beim Lachen, manchmal auch beim Grillen – und gelegentlich sicher auch bei der Diskussion darüber, wie etwas beim nächsten Mal noch besser laufen könnte.

Genau daraus wächst Verbundenheit.

Und deshalb ist „Gemeinsam für Willinghusen“ auch ein ziemlich guter Name. Denn entscheidend ist nicht nur das „für Willinghusen“. Entscheidend ist das „gemeinsam“.

Ein Ort kann schön sein, gut gelegen sein und schöne Häuser haben. Aber ob man sich dort wirklich zuhause fühlt, hängt am Ende vor allem davon ab, ob Menschen miteinander verbunden sind. Und genau dazu tragt ihr seit zehn Jahren bei.

Deshalb ein ganz großes Dankeschön an alle, die mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Engagement dafür sorgen, dass Willinghusen eben nicht nur ein Ort ist, in dem man wohnt. Sondern ein Ort, in dem man sich trifft, sich kennt und miteinander etwas erlebt.

Herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren „Gemeinsam für Willinghusen“ – und auf viele weitere Jahre, in denen hier ganz sicher nicht zu viel Ruhe einkehrt!